Wie hoch ist der durchschnittliche Gasverbrauch?

Wenn Kunden nach einem neuen Gasanbieter suchen, werden sie im Vergleichsrechner stets nach ihrem durchschnittlichen Gasverbrauch gefragt. Auch fragen sich viele Verbraucher, ob der eigene durchschnittliche Gasverbrauch dem entspricht, was alle anderen Haushalte benötigen. Vielleicht könnte ein neuer Gaskessel den Verbrauch senken? Doch der durchschnittliche Gasverbrauch lässt sich nicht ohne Weiteres bestimmen, weil er von vielen Faktoren abhängt. Die Antwort ist dementsprechend nicht ganz einfach, jedoch gibt es einige Anhaltspunkte.

Durchschnittlicher Gasverbrauch nach Jahresrechnung

 

GasverbrauchWer den durchschnittlichen Gasverbrauch des eigenen Haushalts überhaupt nicht kennt, kann sich zunächst an seiner Jahresrechnung orientieren. Dort ist der Verbrauch exakt beziffert. Er lässt sich dann auch auf einen einzelnen Monat umrechnen, wobei zu beachten ist, dass in der Heizperiode natürlich wesentlich mehr Gas verbraucht wird. Schwieriger ist der durchschnittliche Gasverbrauch einzuschätzen, wenn Menschen ein neues Haus oder eine neue Wohnung beziehen beziehungsweise erstmalig eine Gasheizung einbauen lassen. Der Trend des Wechsels von der Öl- zur Gasheizung ist wegen der niedrigen Gaspreise gegenüber wieder steigenden Ölpreisen unverkennbar.

Schätzung des durchschnittlichen Gasverbrauchs

Es gibt Schätzwerte für den durchschnittlichen Gasverbrauch, wenn keine Jahresrechnung vorliegt. Die im Folgenden genannten Angaben sind ein Anhaltspunkt, im Einzelfall kann der durchschnittliche Gasverbrauch des jeweiligen Haushaltes davon abweichen. Er hängt von der Art der Verbraucher, den Verbrauchsgewohnheiten und den im Haushalt lebenden Personen ab.
Auch der technische Zustand der Anlagen ist maßgebend. Moderne Brennwertkessel und ein gut gedämmtes Haus senken den durchschnittlichen Gasverbrauch signifikant. Hier die aktuellen Schätzungen für das Jahr 2017:

Wie ermitteln Sie Ihren durchschnittlichen Gasverbrauch?

  • 4.000 kWh für die 30 m² Wohnung
  • 7.000 kWh für die 50 m² Wohnung
  • 14.000 kWh für die 100 m² Wohnung
  • 20.000 kWh für das Reihenhaus
  • 30.000 kWh für das EFH

Verbraucher, die regelmäßig ihren Zählerstand notieren (etwa monatlich), gewinnen den besten Überblick über ihren durchschnittlichen Gasverbrauch auch abhängig von der Heizungsperiode. Sollte noch gar kein Anhaltspunkt vorliegen, können Sie Ihre Zählerstände auch häufiger notieren und damit Ihren durchschnittlichen Gasverbrauch errechnen. Interessant wäre dieser Wert beispielsweise in einem besonders kalten Wintermonat: Wie steigt der Verbrauch bei -10 °C oder gar -18 °C?

Wie sieht es bei mäßigen Plusgraden aus? Das regelmäßige Notieren des Zählerstands gewährleistet gleichzeitig eine gute Kontrolle dazu, ob alle Anlagen und Zähler technisch in Ordnung sind. Wer feststellt, dass der durchschnittliche Gasverbrauch im eigenen Haushalt viel zu hoch ist, sollte die Wärmedämmung, die Kesseltechnik und die eigenen Verbrauchsgewohnheiten überdenken. Zu Letzteren gehört auch die Art des Lüftens.