So kündigt man seinen Gasanbieter

Viele Verbraucher finden über einen Gaspreisvergleich einen günstigen Anbieter, zu dem sie gern wechseln würden. Das ist auch sehr einfach und aus einem Vergleichsrechner heraus möglich, allerdings müssen die Kunden ihren Vertrag mit dem bisherigen Anbieter kündigen – wenn nicht der neue Anbieter verspricht, das mit zu übernehmen. Diese Option kann es geben.

Gasanbieter kündigen und Geld sparen

Wenn Sie den teuren Gasanbieter kündigen, entgehen Sie künftig den hohen Rechnungen für Ihr Gas. Sie können zum Ende Ihrer Vertragslaufzeit den Gasanbieter kündigen, spätestens aber dann, wenn dieser eine Preiserhöhung ankündigt. Die Ersparnis durch einen neuen Vertrag kann mehrere Hundert Euro pro Jahr betragen. Diese stehen künftig Ihrer Haushaltskasse zusätzlich zur Verfügung.

Gasanbieter kündigenSie müssen auch keine Angst vor der Kündigung haben, denn diese ist schnell erledigt, eine Unterbrechung der Versorgung wird es auch nicht geben. Wenn Sie pünktlich Ihren Gasanbieter kündigen und rechtzeitig einen neuen Vertrag abschließen, versorgt Sie der neue, günstigere Anbieter.Alternativ übernimmt der Grundversorger die Belieferung mit Gas. Das ist zwar für eine kurze Übergangszeit etwas teurer, garantiert aber die gesetzlich zugesicherte lückenlose Versorgung mit Gas.

Sollten Sie sich zunächst einen neuen Versorger per Gasvergleich suchen, kann auch dieser den Vertrag mit Ihrem alten Gasanbieter kündigen und hierzu alle notwendigen Formalitäten übernehmen. Sie müssen dann nur noch die Kündigung unterschreiben, die Ihnen Ihr neuer Anbieter zusendet.

Gasanbieter kündigen – so funktioniert’s

In vielen Fällen wird es nicht nötig sein, dass Sie selbst Ihren Vertrag mit dem bisherigen Gasanbieter kündigen – der neue Vertragspartner übernimmt das für Sie. Generell gilt das, wenn Sie Kunde in der Grundversorgung sind oder einen Sondervertrag abgeschlossen haben. Ausnahmen hiervon gibt es, wenn der Kündigungstermin kurz bevorsteht oder Sie Ihr Sonderkündigungsrecht nach einer Preiserhöhung nutzen möchten. In diesen Fällen müssen Sie selbst aktiv werden, weil die Bearbeitung eines Auftrags beim neuen Gasanbieter einige Tage dauern kann.

Die fristgemäße Kündigung in der Grundversorgung können Sie zwei Wochen vor Ablauf Ihres Vertrages zum Ende des Kalendermonats vornehmen. Ihr Grundversorger ist der Anbieter vor Ort, in der Regel ein Stadt- oder Gemeindewerk. Die meisten deutschen Haushalte sind Kunden ihres Grundversorgers, weil sie noch nie ihren Gasanbieter gewechselt haben. Wenn kein gesonderter Vertrag mit einem alternativen Anbieter abgeschlossen wurde, übernimmt der Grundversorger die Lieferung automatisch. Bei einer Sonderkündigung aufgrund von Preiserhöhungen hängt die Kündigungsfrist von den jeweiligen Bestimmungen im Vertrag ab. Es kann sich um zwei bis vier Wochen zum aktuellen Monatsende handeln.

Auch bei einem Umzug genießen Sie in aller Regel ein Sonderkündigungsrecht. Sie kündigen per Einschreiben an Ihren Gasversorger, der Brief muss fristgemäß beim Unternehmen eingehen (nicht abgesendet) werden. Schicken Sie die Kündigung also spätestens drei bis vier Werktage vor dem letztmöglichen Termin ab. Es genügt die Aussage, dass Sie den Vertrag fristgemäß kündigen. Eine Sonderkündigung können Sie begründen. Außerdem sollten Sie neben Ihrer vollständigen Anschrift Ihre Kundennummer angeben.

Beim Wechsel wiederum die Kündigungsfrist beachten

Beim Wechsel zu einem neuen Anbieter sollten Sie dessen Kündigungsfrist beachten. Auch die Vertragslaufzeit und eine mögliche Preisgarantie spielen natürlich eine Rolle. Verbraucherschützer kritisieren Verträge mit sehr langen Laufzeiten und erst recht mit langen Kündigungsfristen. Immerhin ist der Gasmarkt ständig in Bewegung. Nur Kunden, die relativ kurzfristig ihren Gasanbieter kündigen können, profitieren von neuen, günstigeren Angeboten.