So kann man seinen Gasverbrauch ermitteln und reduzieren

Wer einen Gasvergleich durchführt, um einen günstigeren Anbieter zu finden, muss zunächst seinen Gasverbrauch ermitteln. Erst wenn Sie Ihren Jahresverbrauch kennen, können Sie ihn auch wirksam reduzieren. Sie finden mit dieser Information im Gasanbietervergleich sofort den billigsten Anbieter. Die einfachste Ermittlung Ihres Gasverbrauchs ist über die letzte Jahresabrechnung möglich. Schon auf der ersten Seite sehen Sie den Verbrauch des Vorjahres in kWh (Kilowattstunden) oder in m³ (Kubikmeter).

Was können Sie noch Ihrer Jahresabrechnung entnehmen?

Diese Rechnung enthält sehr viele wesentliche Informationen, die für den Vergleich und auch für den Wechsel zu einem neuen Anbieter wertvoll sind. Dazu gehören:

  • Ihr aktueller Gaspreis
  • Ihr Anfangs- und Endzählerstand
  • der Abrechnungszeitraum
  • Ihr Anfangs- und Endzählerstand
  • Basisinformationen (Ihre Anschrift und dergleichen)
  • Vertragsdaten (Laufzeit, Kündigungsfrist, Boni, Sonderzahlungen)
  • Daten zur Lieferstelle

Neben Ihrem Verbrauch können Sie unter Umständen entnehmen, dass Sie zu viel gezahlt haben. Solche Missverständnisse können Sie an dieser Stelle sofort mit Ihrem bisherigen Anbieter klären.

Allgemeine Rechengrößen für einen Gasvertrag

Gasverbrauch ermittelnEs gibt Fälle, in denen Sie Ihre bisherige Rechnung nicht finden, diese beim Steuerberater liegt (kann bei manchen Selbstständigen und Homeworkern passieren) oder einfach verloren ging. Darüber hinaus ist es möglich, dass Sie eine Heizung im Eigenheimumgebaut oder neu eingebaut haben, was den Verbrauch deutlich verändert.Auch Menschen, deren Haushaltsgröße sich deutlich verändert, müssen vollkommen neu kalkulieren. Betroffen sind Personen nach Trennungen, die in einen Single-Haushalt ziehen, aber auch der umgekehrte Fall ist möglich: Manche vorherigen Singles ziehen schließlich irgendwann in eine gemeinsame Wohnung. Auch wenn Kinder das Haus verlassen, ändert sich der Verbrauch. Für all diese Fälle gibt es Richtwerte, wie viel Gas in der Regel pro Wohnfläche verbraucht wird:

  • 30 m² Wohnfläche: ~4.000 kWh/Jahr
  • 50 m² Wohnfläche: ~7.000 kWh/Jahr
  • 100 m² Wohnfläche: ~14.000 kWh/Jahr
  • Reihenhaus: ~20.000 kWh/Jahr
  • EFH: ~30.000 kWh/Jahr

Die genutzte Heiztechnologie und die Qualität der Wärmedämmung beeinflussen stark den Verbrauch.

Der Brennwert von Heizgas

Bei der Angabe des Verbrauchs gibt es auch die Möglichkeit, diesen in Kubikmetern (m³) auszuweisen. Die Umrechnung in kWh erfolgt mithilfe des Brennwerts und der Zustandszahl. Verbrauchte Kilowattstunden sind der Faktor aus Kubikmeterverbrauch x Brennwert x Z-Zahl. Der Brennwert ist die Energie, die bei vollständiger Verbrennung und der nachfolgenden Rückkühlung auf die vorherige Bezugstemperatur frei wird. Den Brennwert gibt man in kWh/m³ an, er hängt vom verwendeten Gas ab.

Die besten Brennwerte haben Propan und Butan, sie liegen höher als beim Methan, das den Hauptbestandteil von Erdgas ausmacht. Es gibt bezüglich des Brennwertes in Deutschland die beiden Erdgassorten „L“ mit einem Brennwert von 8 – 10 kWh/m³ und „H“ mit dem relativ hohen Brennwert von 10 – 12 kWh/m³. Die Zustandszahl ist nötig, um den Einfluss von örtlichen Temperaturen und Luftdrücken auf das Gasvolumen zu berechnen. Mit der Z-Zahl rechnen die Gasanbieter das Gas in seinen Normzustand zurück.

Einflussfaktoren auf den Gasverbrauch im Detail

Wenn Sie die Qualität des Gases nicht beeinflussen können, sollten Sie an andere Stellschrauben denken, die zu einem veränderten Verbrauch führen. Im Einzelnen sind das:

Fazit

  • Wärmedämmung: Hiermit werden bekanntermaßen sehr stark Heizkosten gespart. Ein schlecht gedämmter Altbau kann bis zum zehnfachen Verbrauch an Heizenergie gegenüber einem sehr effizienten Passiv-Haus führen. Die Wärmedämmung – Dach, Keller, Wände, Fenster, Türen – amortisiert sich in jedem Fall durch niedrigere Heizkosten und wird staatlich gut gefördert, unter anderem mit KfW-Mitteln.
  • Heizung checken: Die Effizienz einer Heizung lässt im Laufe der Zeit nach, vor allem dann, wenn sie nicht regelmäßig gewartet wurde. Auch werden Gasheizkessel immer effizienter. Wenn Ihr Kessel älter als 15 Jahre ist, lohnt sich meistens der Austausch gegen eine moderne Version. Heizkörper dürfen nicht verstaubt und/oder verstellt sein, all das mindert die Effizienz.
  • Richtiges Lüften (Stoßlüften) senkt auch die Heizkosten.
  • Die Zimmertemperatur sollte nicht unter 12 °C sinken. Wer so einen Raum wieder vernünftig aufheizen möchte, benötigt dafür sehr viel Energie.
  • Wenn Gas über eine Gastherme das Warmwasser zubereitet, spielt der Umgang mit diesem eine essenzielle Rolle für den Gasverbrauch.

Es gibt viele Stellschrauben für die Reduzierung von Gaskosten. Letzten Endes ist es allerdings entscheidend, dass Sie Ihr Gas auch günstig erhalten. Zu diesem Zweck können und sollten Sie jederzeit einen Gaspreisvergleich durchführen. Sie finden damit schnell und unkompliziert den günstigsten Anbieter für Ihre Region.